Als junge Erwachsene bin ich eher zufällig auf Yoga gestoßen und habe sehr schnell und beeindruckend gemerkt, wie positiv das auf mich wirkt. Und sehr schnell war ich auch dort wieder mit dem Üben konfrontiert. Aber dieses Mal hatte es eine ganz andere Bedeutung – viel freier, viel weniger Druck. Yoga blieb mir lange erhalten und doch verschwand es irgendwann aus meinem Leben.
Nach einer Pause tauchte das Bedürfnis nach einer meditativen Praxis wieder auf und ich fand mit der Zeit im Buddhismus ein Zuhause.
Seit 2014 habe ich eine regelmäßige Meditationspraxis und besuche immer wieder Retreats. Mein Handeln und Denken ist neben meiner westlichen Ausbildung also auch geprägt von Buddhistischer Philosophie und Psychologie. Beide Seiten befruchten sich und sie fordern sich auch gegenseitig heraus. Meinen Lehrerinnen Lily Besilly und Sylvia Wetzel möchte ich dafür danken, dass sie mich bei der Integration der verschiedenen Einflüsse mit viel Geduld und Herzlichkeit unterstützen.
Achtsamkeit floss immer schon in meine Arbeit ein – sie gehört für mich zum künstlerischen Tun, wenn sie auch nicht immer so benannt wird. In den letzten Jahren hat sich das verstärkt, auch weil mir das bewusst geworden ist und ich v.a. im Buddhismus Antworten auf dennoch offengebliebene Fragen gefunden habe zum Beispiel „Wie kann ich mich (auf ein Musikstück, das ich übe,) fokussieren?“ oder „Was mache ich mit störenden Gedanken?“. Antworten auf solche Fragen scheinen mir auch in der Beratung relevant.
